Innovative Lösungen

Wie neue Marktforschungsansätze innovative Lösungen in der Personalforschung vorantreiben.

Keyvisual innovative Lösungen

Selbstverständlich suchen und nutzen Personalforscher regelmäßig den fachlichen Austausch unter Kollegen, um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt oder über neue Ansätze in der Personalforschung auf dem Laufenden zu halten. Kein guter Personalforscher würde das bewusst verneinen. Doch genau in diesem Umstand kann allerdings auch ein Problem liegen. Die Gefahr besteht nämlich darin, das Bewusstsein dafür zu verlieren, als Expertengruppe zu sehr „unter sich“ zu bleiben, in einem zu engen Kreis aus HR-Experten, Consultants und Personalverantwortlichen. Doch ein Blick über den vertrauten Tellerrand lohnt sich!

Kennzeichnete die Personalforschung in der Vergangenheit eher eine deutlich geringere Vielfalt an Forschungsbereichen und Methoden, haben Wissenstransfers aus der Marktforschung inzwischen dafür gesorgt, dass wir als Personalforscher in unseren Kundenprojekten ganz neue Lösungen zum Einsatz bringen. Werfen wir also gemeinsam einen Blick darauf, welche Analogien zwischen Markt- und Personalforschung bestehen und welche innovativen Lösungen für Personalforscher diese mit vorangetrieben haben. Es ist eine neue und deutlich attraktivere Vielfalt an Mitarbeiterbefragungen entstanden, die gleichzeitig kurz vorgestellt werden.

Wissenstransfer aus den Forschungsbereichen der Marktforschung

Innerhalb welcher Forschungsbereiche der Marktforschung lassen sich demnach sehr gut Ansätze auf die Personalforschung übertragen? Schauen wir uns das anhand von ein paar Beispielen an:

  • Markenperformance & Imageanalyse

    Statt um eine Produktmarke geht es in der Personalforschung um die Arbeitgebermarke. Mögliche Fragestellungen hierzu sind: Wie wirkt meine Arbeitgebermarke auf potentielle Bewerber oder bestehende Mitarbeiter? Oder wie stark bindet sie Mitarbeiter an ein Unternehmen, selbst in schwierigen Zeiten?

    Employer Branding als komplettes Handlungsfeld nimmt in Zeiten von Fachkräftemangel und hoher Fluktuation stetig an Bedeutung zu. Es geht darum, Mitarbeiter zu finden und im Unternehmen zu halten.

  • User Experience

    Statt um das zur Marke passende Nutzererlebnis geht es zum Beispiel um das Intranet-Nutzererlebnis aller Mitarbeiter. Wie gut sind Informationen hier zugänglich? Und wie ansprechend sind sie aufbereitet?

    Unsere Projekte zeigen: Häufig bewerten Mitarbeiter die interne Kommunikation eines Unternehmens als unzureichend. Ein gut strukturiertes, leicht verständliches Intranet kann Informationen besser zugänglich machen, wird häufiger genutzt und wirkt sich so steigernd auf die Motivation der Mitarbeiter aus.

  • Produkt- & Konzepttests

    Statt um neue Produkte geht es um neue Prozesse oder Weiterbildungsangebote in einer Firma. Wie gut passen neue Schulungsangebote bzw. neue Konzepte zum Unternehmen? Oder welche Mitarbeiterbedürfnisse werden tatsächlich besser erfüllt?

    Bevor eine neue Arbeitsweise, zum Beispiel SCRUM, im Unternehmen eingesetzt wird, können Konzepttests deren Wirksamkeit und Akzeptanz erfassen. Und so dazu beitragen, den Einführungsprozess sowie die genaue Ausgestaltung von Anfang an optimal zu gestalten.

Wissenstransfer aus den Methoden der Marktforschung

Nicht nur aus den Forschungsbereichen lassen sich Lerneffekte auf die Personalforschung übertragen, sondern auch aus den Methoden der Marktforschung. Für welche klassischen bzw. neuen Methoden dies gilt, zeigen folgende Beispiele:

  • Tracking- & Langzeitstudien

    In unterjährigen Abständen wiederholte Stichprobenmessungen bzw. Pulsbefragungen verfolgen das Ziel, Entwicklungen und Trends unter der Belegschaft frühzeitiger zu erkennen. Dieses Vorgehen nutzt den Einsatz von sehr kurzen Befragungen, die dafür häufiger durchgeführt werden und nur bestimmte Zielgruppen in eine Erhebung mit einbeziehen.

    Befragungen entlang des Kunden-Lebenszyklus fokussieren sich auf entscheidende Stationen oder Phasen einer Kundenbeziehung, wie zum Beispiel Kaufinteresse, Vertragsabschluss, Nutzung oder Kündigung. In einem Unternehmen durchlaufen Mitarbeiter im Laufe ihrer Karriere ebenfalls wichtige Zeiträume oder Stationen, die es professionell zu managen gilt. Hierzu zählen zum Beispiel die Phasen Onboarding, Integration, Exit oder auch Reconnecting. Welche Erfahrungen machen Mitarbeiter in dieser Zeit? Und was kann hier besser gemacht werden?

  • Qualitative Methoden

    Klassische Vorgehensweisen wie Tiefeninterviews oder Gruppendiskussionen sind auch in der Personalforschung ein Thema, auf sie wird üblicherweise aber nicht so häufig zurückgegriffen. Die „Think-Aloud-Technik“ kann als Beispiel wertvolle zusätzliche Impulse liefern, indem Mitarbeiter während der Nutzung des Intranets laut Ihre Gedanken äußern.

    Moderne Online-Communities ermöglichen uns eine unkomplizierte, jederzeit verfügbare und direkte Interaktion mit ihren Mitgliedern. Marktforscher nutzen dieses Format unter anderem dafür, um moderierte Diskussionen unter einem Personenkreis durchzuführen oder um aussagekräftigere Beiträge zu erhalten. In Mitarbeiter-Communities können wir auf gleiche Weise qualitativen Input zu nahezu jedem Thema erhalten, das Mitarbeiter in einem Unternehmen beschäftigt.

  • Analyse & Reporting

    Das Zusammenführen und Visualisieren von Feedback-Daten aus unterschiedlichen Quellen macht es inzwischen möglich, sich innerhalb eines Dashboards spürbar mehr Wissen über Zusammenhänge zu verschaffen oder zusätzliche, vertiefende Analysen vorzunehmen. Wie hängt zum Beispiel die Zufriedenheit mit der Kantine in der Firma und die grundsätzliche Verbundenheit der Mitarbeiter zum Arbeitgeber zusammen?

    Verfügbare Daten, beispielsweise zum Nutzerverhalten oder zur Fluktuation innerhalb einer Organisation, werden per „Desk Research“ analytisch ausgewertet. In manchen Unternehmen gibt es bereits „People Analytics“-Abteilungen, die diesen Ansatz verfolgen.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Marktforschung und Personalforschung

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen Markt- bzw. Personalforschung darüber hinaus auf? Fest steht: Beide Forschungsdisziplinen nutzen empirische Daten, um Handlungsempfehlungen zum jeweiligen Untersuchungsgegenstand auszusprechen.

Die Marktforschung lenkt dabei den Fokus auf Aspekte wie Kunden, Kaufverhalten oder Werbewirkung. Es geht ihr darum, den Umsatz eines Unternehmens zu erhöhen.

Die Personalforschung andererseits setzt sich mit Mitarbeitern, ihrer Zufriedenheit, ihrem Engagement, den Arbeitsbedingungen oder Prozessen auseinander. Ihr geht es darum, die Effizienz einer Organisation zu erhöhen.

Das empirische Vorgehen mit einem breiten Methodenkoffer füllt dabei das „Inspect & Adapt“-Prinzip mit Leben. Dies lässt eine Organisation agiler werden.

Schließlich besteht das Ziel von uns als Personalforscher darin, in Projekten genauer hinzuschauen, mehr Transparenz zu schaffen und aus den Ergebnissen zu lernen, welche Anpassungen das Unternehmen unserer Kunden voranbringen.

In der Personalforschung spielen darüber hinaus Anonymität, Datenschutz und die Mitbestimmung durch Betriebsräte eine viel stärkere Rolle.

Fazit aus der Sicht der Personalforschung

Neue Ansätze in der Marktforschung lassen sich daher zwar nicht immer 1:1 übertragen, die genannten Beispiele zeigen andererseits auf, in welchen Fällen der Wissenstransfer dennoch sehr gut funktioniert.

Es lohnt sich demnach zu prüfen, ob ein Personalforschungs-Thema nicht mit einer dafür deutlich besser geeigneten, innovativen Lösung untersucht werden kann.

Wir beraten Sie gerne!

Ihr Ansprechpartnerin:

Hannah Rexroth

Hannah Rexroth
Leading Expert

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