Corporate Influencer – Teil 2

Welche Eigenschaften ein Corporate Influencer mitbringen sollte

Corporate Influencer

In Teil 1 unserer Reihe zu Corporate Influencern haben wir Ihnen schon die zwei Schlüsseleigenschaften vorgestellt, die Corporate Influencer mitbringen sollten: Authentizität und Nähe. Aber das ist natürlich noch nicht alles.

Wer ein Corporate Influencer sein möchte, sollte eine hohe Identifikation mit der Arbeit, der Kultur, den Werten, dem Umgang miteinander und der Führungsstrategie des Unternehmens aufweisen. Weiterhin gehört die Bereitschaft dazu, in Social Media eine aktive Rolle einzunehmen und auch gerne einmal Eindrücke aus dem eigenen Arbeitsalltag zu posten.

Empathie, Durchhaltevermögen, Mut und Kreativität zeichnen einen Corporate Influencer aus

Auch für die interne Kommunikation im Unternehmen ist es wichtig, dass Corporate Influencer aktiv und zielgruppenorientiert kommunizieren. Dazu gehört sicherlich auch eine gute Portion Empathie: Wer in der Lage ist, sich in seine Zielgruppe hineinzuversetzen, ermöglicht einen Dialog auf Augenhöhe. Man könnte Corporate Influencer daher als gute Netzwerker oder auch Opinion Leader bezeichnen. Sie haben eine hohe Präsentations- und Moderationskompetenz und ein großes Durchhaltevermögen, wenn es einmal schwierig wird und Widerstände auftreten. Ein bisschen Mut und Kreativität runden die Eigenschaften des idealen Corporate Influencers ab.

Das klingt ja alles schön und gut, aber …

Wie gewinne ich als Unternehmen Personen dafür, Corporate Influencer zu werden?

Zunächst gilt es, ein Konzept im Rahmen einer Projektgruppe zu erarbeiten:

  • Zielstellung – Wo wollen wir hin?
  • Strategie – Wie kommen wir dahin?
  • Botschafter:innen – Wer kommuniziert für uns?
  • Umsetzung – Wie bleiben wir auf Kurs?

Ist das Konzept erstellt, gilt es, die Werbetrommel zu rühren. Und zwar auf allen Ebenen. Das aktive Commitment seitens der Geschäftsführung für das Thema ist essenziell, um das Projekt zum Erfolg zu bringen. Dazu müssen Sinn, Zweck und Ziel transparent erläutert werden.

Holen Sie sich außerdem Unterstützung ins Boot! Und zwar durch die interne Marketingabteilung bzw. die Unternehmenskommunikation. Sie können das Projekt intern kommunikativ begleiten und Transparenz herstellen. Denn im nächsten Schritt gilt es, die Führungskräfte zu überzeugen. Sie müssen schließlich die (zeitlichen) Ressourcen ihrer Mitarbeitenden bereitstellen, damit diese in der Rolle des Corporate Influencers tätig sein können.

Schließlich geht es auf die konkrete Suche: Gehen Sie ins persönliche Gespräch mit den Mitarbeitenden z. B. in Teammeetings. Dort sollten Sie das Konzept vorstellen, Erwartungen und Rückfragen klären, den Zeitplan mitteilen, konkrete Aufgaben erläutern, Zweifel klären und natürlich auch im Nachgang für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Das Konzept lebt durch Eigeninitiative

Es ist nicht erfolgversprechend, wenn Sie Mitarbeitende dazu drängen, für Sie als Corporate Influencer tätig zu werden. Sie sollten vielmehr auf Eigenmotivation setzen. Davon lebt das Projekt (Sie erinnern sich ja an die Authentizität aus Teil 1 unserer Reihe). Ihr Job ist es dabei, Zeit und Unterstützung zu investieren – schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Corporate Influencer benötigen jedoch nicht nur Zeit und Unterstützung. In Teil 3 unserer Reihe berichten wir darüber, was Sie Ihren Corporate Influencern unternehmensseitig darüber hinaus zur Verfügung stellen sollten und auf welche Hindernisse Sie als Unternehmer stoßen können, wenn Sie  auf Corporate Influencer setzen möchten.

Bleiben Sie neugierig!