Peer Feedback in der VIEW

Feedback: The breakfast of champions.

Feedback ist ein essenzieller Teil unserer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. In der Regel erhält man als Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr im Rahmen der Mitarbeitergespräche umfassend Auskunft über seine Leistungen. Das ist natürlich zu wenig. Es ist wichtig, auch aufgaben- oder projektbezogen Feedback zu geben. Aber was tun, wenn man als Führungskraft nicht Teil des Projektes ist und die Arbeit der Mitarbeiter nicht konkret genug einordnen kann, um ihnen dann Feedback zu geben?

Ganz einfach – man lagert es aus. Und zwar an die Kolleginnen und Kollegen im Team. So haben wir es gemacht. Seit Anfang dieses Jahres gibt es bei uns das Peer Feedback. Wie es sich auf unseren Arbeitsalltag auswirkt, berichten unsere Kolleginnen Marielle und Alexandra.

Aus Sicht von Marielle als Führungskraft:

Aus der Not eine Tugend machen, heißt es – und genau so funktioniert es wunderbar. Mir ist als Führungskraft schon länger aufgefallen, dass ich meinen Mitarbeitern nicht immer ein Feedback geben kann, wie ich es eigentlich gerne möchte. Ich war und bin zu weit weg vom Projektalltag. Ich kann zwar bewerten, ob ein Projekt effizient abgearbeitet worden ist, kann aber zum Beispiel nicht beurteilen, wie die Kommunikation mit dem Kunden verlief oder ob man bei der Ergebnispräsentation etwas hätte, anders machen können. Daher beschloss ich, dieses wichtige Feedback an die Kollegen im Team abzugeben. Der Prozess ist an unsere Projektzyklen angelehnt und läuft folgendermaßen ab:

Nach Abschluss des Projekts erhalte ich eine Nachkalkulation. Mit Erhalt dieser Nachkalkulation löse ich das Peer Feedback aus. Der zuständige Projektleiter und sein Stellvertreter bekommen einen kurzen Fragebogen zugesendet (übrigens eine gekürzte Version von unserem Projektleiterfeedbackbogen. Beide füllen den Bogen aus und tauschen dann untereinander. Etwa eine Woche nach Versand des Fragebogens treffen wir uns zu einem kurzen Meeting für ca. 20 Minuten, um das Feedback zu besprechen. Die wichtigsten Punkte werden noch einmal hervorgehoben und bei Bedarf genauer erklärt. Abschließend werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Zahlen in der Nachkalkulation. Falls eine wichtige Erkenntnis für das Team entstanden ist, berichtet der Projektleiter davon im nächsten Team Meeting.

Nach dem ersten halben Jahr bin ich mehr als begeistert und ärgere mich schon fast, dass wir das Peer Feedback nicht schon früher eingeführt haben. Natürlich haben auch wir etwas gefeilt, bis wir den optimalen Ablauf für uns gefunden haben und wir arbeiten auch immer noch an der vollständigen Digitalisierung des Prozesses, aber wir gehen einen Schritt nach dem anderen. Trotzdem ist der Prozess bewusst kurzgehalten, um möglichst wenig zusätzliche Arbeit zu erzeugen. Kurzer Fragebogen, kurzer Austausch – fertig! Die Mitarbeiter und auch ich nehmen jedes Mal so viel mit aus den Gesprächen, dass es den Aufwand deutlich überwiegt. Und vor allem sind wir so in der Lage, kontinuierlich Feedback auszutauschen und nicht nur ein- oder zweimal im Jahr.

Aus Sicht von Alexandra als Mitarbeiterin:

Mir als Mitarbeiterin hilft es ungemein, regelmäßig Feedback zu erhalten, um mich fachlich, aber auch persönlich weiterzuentwickeln. Da das im Projektalltag jedoch meistens zu kurz kommt – nach dem Projekt ist vor dem Projekt – ist die Einführung des Peer Feedbacks eine gute Möglichkeit, innezuhalten und gemeinsam mit dem Projekttandem und der Führungskraft ein abgeschlossenes Projekt Revue passieren zu lassen.

Bei uns dauern Projekte in der Regel mehrere Wochen. In der Zeit baut man eine enge Arbeitsbeziehung zum Projekttandem auf und lernt sich währenddessen sehr gut kennen. Deswegen macht es auch Sinn, dass man sich gegenseitig Feedback gibt. Ich finde es jedoch auch sehr hilfreich, wenn Marielle als meine Vorgesetzte bei den Terminen dabei ist, da sie dadurch einen Einblick in unseren Projektalltag und unsere Arbeitsweise bekommt, aber auch noch mal mit einem neutralen Blick auf das vergangene Projekt schauen kann und uns Tipps und Verbesserungsvorschläge mitgibt.

Seit Einführung des Peer Feedbacks habe ich bereits von verschiedenen Teammitgliedern, mit denen ich Projekte durchführe, wertvolle Rückmeldungen erhalten, die mir bei meiner kontinuierlichen Weiterentwicklung helfen. Und auch, wenn man mit demselben Tandempartner ein weiteres Projekt meistert, unterschiedet sich das Feedback im Gegensatz zum letzten Projekt, da die Projektanforderungen und Kunden so unterschiedlich sind.

Ich finde, dass unser Peer Feedback für jeden Einzelnen im Team bereits eine große Bereicherung ist. Wie erwähnt, sind wir auch gerade dabei, den Prozess noch weiter zu optimieren und zu digitalisieren. Außerdem müssen wir künftig noch weiter definieren, wie wir das gewonnene Feedback messbarer machen und inwieweit wir es im Team transparenter kommunizieren. Denn, obwohl ich mich über das Feedback freue und versuche, es so gut wie möglich umzusetzen, fällt es mir im Moment noch schwer, festzustellen, inwiefern ich mich bereits verbessern konnte. Das wird sich hoffentlich mit noch mehr Feedback-Runden einstellen.

Wir werden weiter von unseren Erfahrungen berichten und halten Sie gerne auf dem Laufenden.

Ihr Ansprechpartnerinnen:

Marielle Schweizer

Marielle Schweizer
General Manager

Alexandra Miclau

Alexandra Miclau
Project Manager

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